ᐃ Blog | ᐊ Ansgar Specht Quartett f. Lars Haake (Fr, 10. Juli 2026, 19.30 Uhr) | ᐅ “Tanz auf dem Vulkan”
Pressemitteilung zum Beschluss des Rahmenkonzepts für die Weberei
und zur Jahreshauptversammlung
Aufbruchstimmung im Weberei-Förderverein:
Mehr als 50 Mitglieder diskutieren die Zukunft der Weberei Gütersloh
Die Zukunft der Weberei bewegt viele Gütersloher und Gütersloherinnen – das zeigte sich auch bei der Jahreshauptversammlung des Weberei-Fördervereins am Dienstag, 23. Juni, im Atelier der Weberei. Mehr als 50 Mitglieder waren gekommen, um sich über die Arbeit des Vereins, den aktuellen Stand und die nächsten Schritte zu informieren. Im Mittelpunkt des Abends stand nicht nur der Rückblick auf das vergangene Vereinsjahr, sondern vor allem die Frage, wie die Weberei künftig wieder als lebendiger kultureller und sozialer Ort für Gütersloh gestaltet werden kann.
Durch die Versammlung führten die beiden Vorsitzenden Birgit Niemann-Hollatz und Felix Kupperschmidt. „Die Weberei ist für viele Menschen in Gütersloh mehr als ein Gebäude. Sie ist ein Ort mit Geschichte, mit Erinnerungen – und mit einer Zukunft, die wir gemeinsam gestalten wollen“, sagte Birgit Niemann-Hollatz.
Der Grundsatzbeschluss des Rates vom 18. Juni wurde von den anwesenden Mitgliedern positiv aufgenommen. Er eröffnet dem Förderverein die Perspektive, den soziokulturellen Betrieb und die inhaltlich-programmatische Gestaltung der Weberei nach der Neueröffnung federführend und in enger Abstimmung mit dem Fachbereich Kultur mitzugestalten.
Dass das Interesse an dieser Aufgabe groß ist, wurde auch an der Mitgliederentwicklung deutlich. Vor rund zwei Jahren zählte der Verein noch knapp 40 Mitglieder, inzwischen sind es mehr als 350. Damit hat sich die Mitgliederzahl mehr als verachtfacht – ein Zuwachs von rund 800 Prozent. „Bei solchen Zahlen könnte man fast glauben, wir seien schon genug“, sagte Felix Kupperschmidt mit einem Augenzwinkern. „Aber genau das Gegenteil ist richtig: Je mehr Menschen ihre Ideen, ihre Erfahrung und ihre Zeit einbringen, desto besser werden die Gespräche und desto lebendiger kann die Weberei werden.“
Wie eng viele Mitglieder bereits mit der Weberei verbunden sind, zeigte eine kurze Abfrage zu Beginn der Versammlung durch Beisitzer Gerd Placke. Ein großer Teil der Anwesenden wohnt im Umkreis von rund drei Kilometern. Zugleich wurde deutlich, dass viele die Weberei aus eigener Geschichte kennen: als Konzertort, Treffpunkt, Kulturraum oder Ort für Engagement. Zwar waren auch jüngere Mitglieder im Raum, die Mehrheit der Anwesenden gehörte jedoch zur Generation, die die Entwicklung der Weberei über viele Jahre selbst erlebt hat. Gerade daraus entstand ein gemeinsamer Wunsch: diese Geschichte nicht nur zu bewahren, sondern die Weberei auch für jüngere Menschen wieder attraktiv und zugänglich zu machen.
Zum formalen Teil der Jahreshauptversammlung gehörten unter anderem die Entlastung des Vorstands, Satzungsänderungen sowie Nachwahlen. Neben den Berichten des Vorstands stellte Kassiererin Simone Hannefort die Finanzen des Vereins vor. Der Haushalt sei weiterhin überschaubar, werde aber verantwortungsvoll geführt, so die Kassenprüfer. Jürgen Droop berichtete als Beisitzer aus der AG Kultur und der AG Öffentlichkeit. Dabei wurde deutlich, dass die Arbeitsgruppen in den vergangenen Monaten bereits einiges auf den Weg gebracht haben – von kulturellen Angeboten über Öffentlichkeitsarbeit bis hin zu ersten Formaten rund um die Weberei.
Auch die künftige Gastronomie war Thema der Diskussion. Die Mitglieder sammelten Erwartungen und Anforderungen an ein Angebot, das zur Weberei, zum Förderverein und zum Umfeld passen soll: niedrigschwellig, bezahlbar und offen für möglichst viele Menschen. Wichtig ist, so der Tenor des Abends, dass die Weberei wieder ein Ort wird, an dem Kultur, Begegnung und soziales Miteinander für viele Menschen möglich sind.
Die Mitglieder waren sich einig, den begonnenen Austausch fortzusetzen. Nach den Sommerferien soll es eine weitere Mitgliederversammlung geben. Bis dahin geht die Arbeit in den Gruppen weiter – und der Förderverein wirbt ausdrücklich um weitere Beteiligung. Wer Ideen für die Zukunft der Weberei hat oder sich praktisch einbringen möchte, ist willkommen.
Kontakt: info@weberei-foerderverein.de
Viele Grüße im Namen des Vorstands des Weberei-Fördervereins
Birgit Niemann-Hollatz

Das fängt doch gut an: